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Der wichtigste Teil des Projekts ist natürlich der Bau eines Rahmens. Das geht eigentlich nur wirklich gut mit einem CAD-Programm am Computer. Vorhandene Teile müssen ausgemessen werden und Körpermaße berücksichtigt werden. Fragen stellen sich: Wie hoch will ich sitzen, Radstand, Radlänge, Kettenverlauf, Sitzschräge, Vorlauf der Vorderrades, Lenkungsgeometrie, welches Material in welcher Dimension? etc. Wenn das alles klar ist und zu Papier gebracht wurde und das Material bestellt ist, sind einige Wochen rum. Der Zusammenbau der zugeschnittenen Teile ist eigentlich nicht so viel Arbeit (geht an einem Vormittag). Die eigentliche Arbeit fängt erst an wenn der Rahmen fertig ist. Vor allem Kettenführung/Antrieb und Lenkung halten extrem lange auf und der Bau des Sitzes hat es auch in sich. Dazu kommt Verlegung der Züge und der Kette (3,6m Lang, violette Linie in der Zeichnung.)
Für den Bau des Rahmens brauchte ich eine Zeichnung, die erstellte ich mit einem CAD-Programm.
 Von dieser Zeichnung habe ich noch einige Exemplare im A0 Format (84x119 cm) auf Lager (Massstab 1:1, der Rahmen). Mit dieser Hilfe kann man den Rahmen nachbauen. Man kann alle Maße aus der Zeichnung entnehmen und die Teile auf dem Papier ausrichten. Für einen Kostenbeitrag von 10,-- € versende ich diesen an Interessierte (solange der Vorrat reicht, daher bitte erst eine Mail an mich). Ich hab auch schonmal den Plan so verschickt mit der Bitte mir doch ein Kostenbeitrag in einen Briefumschlag zu tun, leider "vergessen" manche dann diesen Teil der Abmachung sobald Sie den Plan haben.... :-((
Wer die "hohen Kosten" scheut, bekommt von mir aber auch kostenlos per E-Mail die obige Zeichnung im jpg-Format (2272x1704 Pixel, 240 KB) oder im pdf-Format (DIN A0) (Für Acrobat-Reader) wo er auch alle Masse entnehmen kann.
Die ganz Professionellen können die Zeichnung auch im dxf-Format bekommen um sie mit einem entsprechenden CAD-Programm zu bearbeiten. Das Rad ist natürlich für meine Körpergröße gemacht worden (1,75m) ein 2m-Mann müsste das ganze etwas anpassen.
Jetzt kommt der Supertip für ganz bequeme oder eilige! Eine Online-CAD-Anwendung für Fahrräder (Kostenlos).
Zu finden hier: http://www.bikeforest.com/CAD/recumbentCAD.html
Damit kann man im Browserfenster sein Rad konstruieren......!!! (auch andere Fahrradtypen)
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Natürlich hat man hier keine Detailzeichnung, aber für die grobe Geometrie des Rades sollte es reichen.
Zu meinem Rahmen: Der Rahmen sollte aus Vierkantrohr (50x50x2 mm) sein. Als Material wählte ich rostfreien Stahl (V2A). So hab ich das lackieren gespart und es sieht edel aus. Der Rahmen ist eigentlich schnell gemacht. Die Stücke werden zurechtgeschnitten (Mit einer Gerungssäge) die Kanten angeschrägt (zum Schweissen) und die Bohrungen für Lenkerachse und Gabel werden angebracht (Kernbohrungen) hierzu später mehr...
Das Schweissen: Hier gibt es jetzt 2 Möglichkeiten, mit einem MIG/MAG Gerät (So eins habe ich) oder mit einem WIG Schweissgerät (BESSER!). Da ich in der glücklichen Lage bin, auf einen Professionellen WIG-Schweißer und ein entsprechendes Gerät zuzugreifen habe ich das natürlich ausgenutzt. Würde ich jedem empfehlen. So war ich sicher, schöne Schweissnähte zu bekommen. Zu beachten ist, das VA beim Schweissen "sehr zieht". Das heißt wenn man nicht aufpasst in welcher Reihenfolge man wo und wie schweisst oder heftet, verzieht sich der Rahmen und man hat ein schiefes Rad. Also ein sehr stabiler Stahltisch und einige stabile Schraubzwingen sind hier sehr hilfreich.
Das Beizen: Wenn man fertig ist, muss ein VA-Werkstück gebeizt werden! Mit diesem Verfahren werden unerwünschte Bestandteile von der Metalloberfläche auf chemischem Wege entfernt, dabei wird eine Säurepaste aufgetragen und diese wird dann mit Wasser, am besten mit einem Hochdruckreiniger, wieder entfernt. Das ist natürlich auch nichts was man in einem Vorgarten erledigen kann! Dieser Vorgang muss sein, sonst rostet der Rahmen. Es rostet nicht das VA sondern die Stahl und Eisenpartikel die unsichbar durch die Werkzeuge und ähnl. aufgetragen wurden. Die Oberfläche wird dann geschädigt. Deshalb soll man VA nur mit einer VA-Bürste bearbeiten. Ganz schön kompliziert, ich weis....
Fazit: Durch diesen erhöhten Aufwand beim Bau eines VA-Rahmens kann ich eigentlich nur die Empfehlung geben es nicht so zu machen. Der Aufwand lohnt eigentlich gar nicht, es sei denn, man will unbedingt ein Edelstahlrad haben. Ich werde das nächste mal normale Stahlrohre nehmen, sie mit meinem MIG-Gerät zusammensetzen und die Lagergehäuse aus einem alten Stahlrahmen rausschneiden. So bin ich auch nicht mehr auf einen Dreher angewiesen, der mir die Lagerhülsen aus VA macht. Dann noch eine schicke Farbe und fertig.
Ich habe den Rahmen nach einigen Wochen Probefahrt (Im Juni 2009) mit Hilfe von Sparbohrungen (Mit einem 25 mm Kernbohrer) bearbeitet um ihn im Gewicht zu reduzieren. Ich hatte mein Rad gewogen und festgestellt es wiegt 27 kg! Also Rad auseinander bauen und Rahmen wiegen. Und siehe da, der wiegt nur 5,5 kg. Habe dann trotzdem angefangen zu bohren. Das Gewicht sank von 5,5 kg auf 4,8 kg. Na immerhin 700 g. Die Bohrungen habe ich aussen mit einem Versenker und innen mit einem Fräskopf entgratet. Und dann das ganze wieder gebeizt.
 Die Rahmenteile werden nach Plan zugeschnitten, angeschrägt und zurechtgelegt (Dez. 2008)
 Die Teile auf die 1:1 Zeichnung legen und passt!
 Der fertige (gebeizte) Rahmen nach der Bearbeitung mit dem Kernbohrer. (Juni 2009)
 Der Ausleger für das Tretlager mit der Umwerferbefestigung wurde auch mit Sparlöchern versehen.
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